Eine Weinlese mit Poesie und Musik

Der Berliner Schauspieler und Regisseur Walter Kalk liest aus Saint-Exupérys Romen "Wind, Sand und Sterne", begleitet von der Musik Ekkehard Wölks

Weltliteratur vorgetragen von herausragenden Mimen, erlesener Wein, gemischt mit exzellenter Musik - das ist Erfolgsrezept für die Reihe "Weinlese. Musik & Literatur", die den Rahmen bildet für die musikalische Lesung, zu der Schloss Honhardt am kommenden Samstag, 15. März um 20 Uhr einlädt. Der aus Film und Fernsehen bekannte Schauspieler und Regisseur Walter Kalk wird an diesem Abend aus dem bezaubernden Roman Saint-Exupérys "Wind, Sand und Sterne" lesen. Begleitet wird er hierbei von der eindringlichen Musik des Pianisten und Komponisten Ekkehard Wölk. Ekkehard Wölk schließlich wird einen Tag später, am Sonntag, 16. März um 18 Uhr in Honhardt ein Konzert mit eigenen Werken geben: Kraftvolle und zugleich anregende Musik, geprägt von der klassischen europäischen Moderne, dem modalen Jazz und der New Age Musik, virtuos und technisch präzise vorgetragen. "Ich möchte Klangfolgen finden, die sich im Kopf des Hörers zu fesselnden und inspirierenden Bildern und poetischen Sequenzen zusammenfügen", so das Credo des 1967 in Schleswig geborenen Pianisten und


© Dionysos, Ölbild von Michael Maschka


Musikpädagogen. Wölk arbeitete unter anderem mit Jerome Savary zusammen und war Schüler von Jazzgrößen wie John Taylor, Richie Beirach, Walter Norris, Dieter Glawisching oder Philip Catherine.
Ein weiterer wichtiger Zweig in Wölks künstlerischem Schaffen ist in dem "musikalischen Porträt" zu finden - Kompositionen, inspiriert von literarischen Motiven. Vor allem diese Musik wird der

 

Pianist am Samstag im Honhardter Schloss vortragen, anlässlich der musikalischen Lesung mit Walter Kalk. Dabei bietet ihm Antoine de Saint-Exupérys Roman über einen Pionier der Lüfte viele anregende Motive wie die Liebe zur Fliegerei, das Luftabenteuer, in dem der Mensch in Extremsituationen zu sich selbst findet: "Ich habe mich verloren gegeben, ich glaubte in den Abgrund der Verzweiflung zu stürzen; aber ich brauchte nur zu verzichten, um Frieden zu finden". Mit diesen Worten, einfühlsam vom Berliner Schauspieler Walter Kalk vorgetragen, leitet Exupéry seine Beschreibung einer "Sternstunde" ein, die der Mensch vor allem immer da zu erleben scheint, wo er sie am wenigsten erwartet.
Zu dieser literarisch-musikalischen Kostbarkeit wird das Honhardter Schloss auserlesene Weine seiner Vinothek reichen.

© Heike Jahnz